🏊♂️ Tag 16 – Licht, Schatten und Abschiede auf dem Main
Der heutige Tag hatte wirklich alles zu bieten: traumhaftes Wetter, ein super Timing an der Schleuse, aber leider auch einen herben technischen Rückschlag und bevorstehende Abschiede, die schwerfallen.
🚪 Perfekter Start und ein Wettlauf mit dem Schleusentor
Heute Morgen um 8:20 Uhr hieß es wieder: Ab ins Wasser! Bei strahlend blauem Himmel sind wir bei Flusskilometer 226,5 gestartet. Auf dem Plan standen für heute 16 Kilometer bis nach Gemünden am Main.
Die erste große Herausforderung ließ nicht lange auf sich warten: die Schleuse in Harbach. Wir erreichten sie sogar etwas früher als geplant. Die Situation drohte fast genauso zäh zu werden wie gestern, aber dieses Mal hatten wir das Glück auf unserer Seite. Nach einem schnellen Telefonat mit dem Schleusenwärter hatte er uns auf der Kamera im Blick und schloss das Tor glücklicherweise nicht direkt vor unserer Nase. Dank dieses perfekten Timings waren wir schon 30 Minuten später wieder auf dem Fluss und ich konnte zügig weiterschwimmen.
🍽️ Mittagspause und der Schock auf den letzten Kilometern
Kurz vor 13 Uhr trafen wir auf unsere PKW-Crew, um gemeinsam Mittagessen zu machen. Nach einer verdienten 30-minütigen Pause ging es hochmotiviert an die letzten 7 Kilometer der heutigen Etappe.
Doch genau auf diesem letzten Abschnitt passierte das Malheur: Mein Blackview Outdoor-Handy hat einen Wasserschaden erlitten und komplett den Geist aufgegeben. Das bedeutet leider, dass ich die verbleibenden Tage der Expedition ohne Livetracking unterwegs sein werde. Ich muss ehrlich zugeben: Das hat mich emotional extrem mitgenommen und meine Laune ist gerade entsprechend im Keller. Wenn man so viel Herzblut in ein Projekt steckt, tut so ein technischer Ausfall einfach weh.
🎯 Ziel erreicht und emotionale Abschiede
Kurz nach 15 Uhr sind wir dann in Gemünden am Main aus dem Wasser gestiegen – Ziel erreicht! Und das war auch gut so, denn während ich im Wasser die Kälte bekämpft habe, wurde es für meine Bootscrew in der prallen Sonne extrem warm.
Der Abend steht nun im Zeichen des Abschieds und der Dankbarkeit. Morgen verlassen uns Nico und Daniela. Ein riesiges, von Herzen kommendes Dankeschön an euch beide für die großartige, unermüdliche Hilfe in den letzten Tagen! Danke auch dafür, dass ihr euch so rührend um Thorin gekümmert habt. Auch Thorin wird morgen die Heimreise antreten. Er fährt zusammen mit meiner Frau Anja nach Hause, die mich morgen in Lohr am Main besuchen kommt.
Ein Tag mit viel Licht, aber auch spürbarem Schatten. Morgen werden die Karten neu gemischt, und auch ohne Livetracking geht es weiter geradeaus!
Tag 15: Verschlafen, Hitzeschlacht an der Schleuse und ein zweimeterlanges Flussmonster!
🕙😅🌞🐟
🛌 Verschlafen & trotzdem im Top‑Rhythmus
Eigentlich fing der Tag mit einer kleinen logistischen Panne an: Ich habe über eine Stunde verschlafen! Entsprechend verspätet ging es erst gegen 10:00 Uhr am Startpunkt in Erlabrunn (Main-Kilometer 241) ins Wasser. Doch wer glaubt, dass das die Stimmung gedrückt hat, irrt gewaltig. Ich war heute von der ersten Minute an verdammt gut drauf und fand sofort einen überragenden Rhythmus.
Unterstützt wurde ich heute von Thomas, der zum ersten Mal als Bootsführer das Begleitboot übernahm. Er hat sich extrem schnell reingefuchst und unser modifiziertes Faltboot souverän durch die Wellen manövriert. Während die Crew an Deck bei über 30 °C im wahrsten Sinne des Wortes briet, ließ es sich im ca. 20 °C kühlen Main-Wasser herrlich schwimmen. Wir kamen richtig schnell vorwärts, und das Beste daran: Die Technik hat heute auf ganzer Linie komplett reibungslos funktioniert!
🚧 Schleusen‑Krimi in der Mittagshitze
Gegen 13:00 Uhr erreichten wir die Schleuse. Da die Sportschleuse aktuell außer Betrieb ist, hieß es für uns: ab in die große Schleuse. Der Schleusenwärter signalisierte uns, dass wir uns beeilen sollten, um direkt mit einer Talfahrt mitgeschleust zu werden. Doch das Pech klebte uns an den Fersen: Wir tauchten exakt zwei Minuten zu spät im Blickfeld der Kamera auf. Die Tore schlossen sich vor unserer Nase.
Was folgte, war eine Geduldsprobe in der prallen Mittagshitze. Wir mussten warten, bis das nächste Schiff bergwärts geschleust war, und danach sogar noch ein weiteres angemeldetes Schiff für die Talfahrt abwarten, hinter dem sich das Begleitboot einreihen durfte. Für mich bedeutete die Zwangspause: raus aus dem Wasser und warten. Die Hitze war mittlerweile so brutal, dass der Teer glühte – trotz meiner dünnen Schlappen habe ich mir auf dem Weg an der Schleuse vorbei fast die Füße verbrannt!
Als es endlich weiterging, hatte Thomas im Begleitboot alle Hände voll zu tun und musste extrem hart gegen die Strömungen und Verwirbelungen der mächtigen Berufsschiffe ankämpfen. Eine absolute Meisterleistung am Steuer! Danach ging es mit gutem Tempo weiter Richtung Etappenziel.
🐟💥 Schockmoment kurz vor dem Ziel
Das absolute „Highlight“ des Tages erwartete mich jedoch ca. 200 Meter vor dem Ausstieg am Campingplatz in Karlstadt (Kilometer 226). Mitten im Schwimmzug streifte ich plötzlich etwas Großes. Im ersten Moment dachte ich, ich hätte mich an einem scharfkantigen Stein gestreift, und wollte mich reflexartig wegdrücken. Doch das Hindernis war glitschig, massiv und bewegte sich während des gesamten Armzugs spürbar unter meiner Hand.
Als ich mich völlig verdutzt umdrehte, sah ich die wuchtige Silhouette eines riesigen Welses, der kurz an der Oberfläche auf- und direkt wieder abtauchte. Das Tier war schätzungsweise fast zwei Meter lang! Sekundenbruchteile später spürte ich nur noch, wie der riesige, glitschige Körper einmal komplett an meinem Bein und meinem Fuß vorbeiglitt. Ein brutaler Adrenalinkick so kurz vor dem Ziel!
Am Ufer angekommen, gab es dann die offizielle Bestätigung für dieses Erlebnis: Der Platzwart des Campingplatzes in Karlstadt bestätigte mir direkt, dass dort ein riesiger Wels haust. Er hat ihn sogar schon selbst fotografiert und weiß, dass der Fisch dort vehement sein Revier verteidigt. Da habe ich wohl im wahrsten Sinne des Wortes sein Territorium durchquert!
🏕️ Ein runder Abschluss
Nach diesem Schreck haben wir am Campingplatz Karlstadt planmäßig das Wasser verlassen und das Boot an Land geholt. Ein großes Dankeschön an das Team vor Ort: Wir dürfen das Boot dort unkompliziert über Nacht liegen lassen, sodass wir morgen direkt von dort aus weiterziehen können.
Besonders erfreulich für mich: Trotz der Distanz war ich im Ziel noch nicht einmal komplett ausgepowert und hätte locker noch weiter schwimmen können! Das gibt ein verdammt gutes Gefühl für die nächsten Etappen. Weniger entspannt war der Tag allerdings für meine treue Bootscrew, der es in der unbarmherzigen Hitze an Deck richtig heiß wurde. Aus diesem Grund werden wir morgen auch deutlich früher starten, um der brutalen Mittagssonne etwas zu entgehen.
Nach dem Ausstieg ging es für uns erst einmal zurück zu unserem Basis-Campingplatz nach Lengfurt. Um den Tag gebührend zu feiern und danke zu sagen, habe ich Nico, Daniela und Thomas in die dortige Pizzeria eingeladen. Bei gutem Essen und bester Stimmung haben wir diesen extrem schönen und ereignisreichen Tag entspannt ausklingen lassen. Trotz Verspätung, Schleusendrama, glühenden Fußsohlen und einer hautnahen Begegnung mit einem echten Main-Monster haben wir die 15 Kilometer bis Karlstadt erfolgreich bezwungen. Morgen wird früher angegriffen!
🏊♂️ Von Gänsehaut-Momenten in Würzburg bis zum harten Kampf gegen die Kälte
Der heutige Tag hat mir wieder einmal gezeigt, wie nah beim Freiwasserschwimmen absolute Motivation und purer Kampf beieinanderliegen.
🚤 Der Start und eine unerwartete Begegnung
Unser Tag begann früh: Um halb acht fuhren wir nach Randersacker, direkt hinter die Schleuse, um alles für den heutigen Start vorzubereiten. Während wir startklar machten, sprach mich ein Pärchen an. Sie waren neugierig, was wir da genau vorhaben. Ich habe ihnen kurz mein Projekt und die Geschichte dahinter erklärt. Die beiden waren total begeistert, fanden die Aktion mega cool und meinten zum Abschied: „Wir sehen uns in Würzburg wieder!“
Um 8:40 Uhr glitt ich bei einer Wassertemperatur von 18 °C ins Wasser, und nur fünf Minuten später war auch mein Begleitboot an meiner Seite. Die Reise Richtung Würzburg konnte beginnen. Von Anfang an zeichnete sich jedoch eine ganz besondere Herausforderung ab: Es war ein ununterbrochener Kampf gegen die Kälte. Mir wollte im Wasser einfach nicht wirklich warm werden, und mein Körper musste von der ersten Minute an enorm viel Energie aufwenden, um die Temperatur zu halten.
🌉 Gänsehaut an der Alten Mainbrücke
Trotz des Fröstelns liefen die ersten 6 Kilometer wie am Schnürchen. Das Schwimmen war super, auch wenn die Strömung – wie immer vor einer Schleuse – kurz vorher fast gegen Null ging. An der Schleuse in Würzburg angekommen, gab es eine kleine Planänderung: Da das Aus- und Wiedereinsteigen im Wasser an dieser Stelle extrem schwierig ist, habe ich mich für den Schleusenvorgang kurzerhand mit ins Boot gesetzt.
Und dann kam ein Moment, der mir im Nachhinein noch ein dickes Grinsen ins Gesicht zaubert: Als wir in der Schleuse lagen, blickte ich hoch zur Alten Mainbrücke. Und wer stand da? Tatsächlich das Pärchen vom Morgen! Sie haben uns von oben begeistert zugewunken. Auch unsere Crew mit den PKWs stand oben auf der Brücke. Das war ein unfassbarer Motivationsschub, der die Kälte für einen Moment vergessen ließ!
🌊 Der Main wird zum Gegner: Kampf um jeden Meter
Etwa zwei Kilometer nach der Schleuse, auf der Höhe der Hafeneinfahrt der Landesfeuerwehrschule Würzburg, haben wir erst einmal eine wohlverdiente Mittagspause eingelegt. Bis dahin war die Welt noch halbwegs in Ordnung, und erst so langsam gegen 14:00 Uhr stellte sich endlich ein halbwegs warmes Gefühl im Wasser ein.
Doch was danach kam, war ein brutaler Kraftakt. Der Main wurde plötzlich sehr breit, und die Strömung war quasi nicht mehr existent. Jeder einzelne Meter musste nun hart erkämpft werden. Da mein Körper durch den stundenlangen Kampf gegen das Auskühlen am Vormittag schon völlig ausgelaugt war, wurden die Arme immer schwerer, und die Kräfte schwanden rasant. Etwa zwei Kilometer vor der nächsten Schleuse war ich mental und körperlich eigentlich schon am Ende.
Als wäre das nicht genug, kam es genau in diesem Moment zu einer klassischen Rushhour auf dem Fluss: Ein Schiff fuhr talwärts, ein anderes bergaufwärts – und natürlich trafen sich die beiden Riesen genau auf unserer Höhe. Was das für das Wasser bedeutet, kann sich jeder vorstellen. Heftige Verwirbelungen und Wellen schlugen aus allen möglichen Richtungen auf uns ein. Das hat mir endgültig die allerletzte Kraft geraubt.
🏁 Der erlösende Feierabend
Gott sei Dank tauchte kurz darauf das Schleusengelände Erlabrunn auf. Ich konnte an Land gehen, wir haben das Boot schnell durch die Sportbootschleuse umgesetzt, und kurz nach der Schleuse ging es nach den letzten 500 Metern im Wasser dann endlich raus: Ausstieg und Feierabend für heute!
Manchmal läuft es von selbst, manchmal ist es ein unerbittlicher Fight gegen den Fluss und die eigenen körperlichen Grenzen. Heute war beides dabei – aber das Wichtigste ist: Wir haben es geschafft und sind wieder ein großes Stück weiter auf unserem Weg!
🩺 Tag 13 – Medizin‑Check, Radio‑Interview & 12 Kilometer pure Erleichterung
🚑 Boxenstopp in der Uniklinik – Der Körper läuft wie ein Uhrwerk
Der Tag startete nicht am Main, sondern auf der Autobahn Richtung Offenbach zur medizinischen Studie, die dein Projekt wissenschaftlich begleitet. Dort wurde untersucht, wie sich die extreme Dauerbelastung beim Langstreckenschwimmen in Kombination mit einem Medikament auf deinen Körper auswirkt.
Die Ergebnisse könnten besser kaum sein:
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🩸 Blutdruck: völlig top
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❤️ EKG: Bestwerte
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🧬 Blutbild: komplett unauffällig
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⚙️ Nebenwirkungen: keine
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💪 Gesamtfazit: Der Körper läuft reibungslos
Dein Gewicht erfährst du erst nächste Woche – Spannung bleibt also.
😴 Mittagsruhe & Medienrummel
Um 13 Uhr warst du zurück im Basislager auf dem Mainspessart‑Campingplatz in Lengfurt/Triefenstein. Bevor es wieder ins Wasser ging, war ein dringend nötiger Mittagsschlaf angesagt, um die Akkus nach der Fahrerei wieder aufzuladen.
Um 16 Uhr dann der Einsatz in Marktbreit – diesmal mit zwei Besonderheiten:
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🎙️ Spontanes Radio‑Interview für Radio Würzburg direkt am Ufer
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🚫🛶 Komplett ohne Boot, da die Crew sich um Motor & Batterie kümmern musste
🐵 Solo‑Flug mit Coach „Affi“ Alt
Auf den 12 Kilometern hattest du heute nur einen Begleiter: Coach Affi Alt, fest in deiner Schleppboje sitzend, der dir den Takt vorgab.
Gleich an der ersten Schleuse hieß es:
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Aussteigen
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Boje schnappen
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Einmal komplett außen herum
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Wieder rein ins Wasser
Dann: Vollgas flussabwärts!
Bei angenehmen 18 °C Wassertemperatur schwammst du rund 3,5 Stunden am Stück, bis die Schleuse Randersacker vor dir auftauchte. Dort wartete das Team bereits und fischte dich planmäßig aus dem Main.
🔧 Feierabend am Grill – und die Crew liefert ab
Zurück am Campingplatz die nächste Erleichterung:
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Die Boots‑Crew war extrem fleißig
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Alles am Boot wurde repariert
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Elektrik gecheckt
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Motor & Batterie für morgen vorbereitet
Und als Krönung: 🔥 Der Grill lief bereits, als du ankamst.
Jetzt wird gegessen – und dann ab ins Bett. Morgen ruft der Main wieder, und ihr seid bereit.
📊 Die Tages‑Stats
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🛶 Strecke: ca. 12 km (Marktbreit → Randersacker)
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🌡️ Wassertemperatur: 18 °C
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⭐ Highlight: Ein Tag völlig ohne Pannen!
🌊 Tag 12 – Wenn der Kopf „Aufhören!“ schreit
🎥 TV‑Team an Bord & perfekter Start in Dettelbach
Der Tag begann direkt mit einem echten Highlight: Ein TV‑Team von Franken‑TV erwartete uns in Dettelbach, um einen Kurzbericht zu drehen. Der Kameramann fuhr sogar ein Stück auf unserem Begleitboot mit, um spektakuläre Wasserperspektiven einzufangen.
Nach rund zwei Kilometern verabschiedeten wir uns vom Team und schwammen weiter nach Kitzingen, wo die PKW‑Crew schon bereitstand. Dort gönnten wir uns an der wunderschönen Mainpromenade eine 30‑minütige Mittagspause.
⚙️ Schleusenroutine & plötzliches Technik‑Drama
Weiter ging’s zur nächsten Schleuse – wieder die große Kammer, für uns inzwischen fast Alltag.
Doch dann: Der Motor streikte erneut. Der erste Verdacht: Batterie tot.
Nico reagierte blitzschnell, klemmte die Ersatzbatterie an – und der Motor lief wieder. Als mich die Nachricht im Wasser erreichte, war ich mental komplett durch. Nach all den Problemen der letzten Tage war das der Moment, in dem ich am liebsten alles hingeschmissen hätte.
Doch zum Glück: Der Motor schnurrte wieder, der Fokus kam zurück.
Als Nico aus der Schleuse raus war, testeten wir die große Batterie erneut – und plötzlich funktionierte sie wieder. Sie war extrem heiß. Offenbar hatte der Vorbesitzer einen Widerstand als Überlastschutz eingebaut, der bei Hitze dichtmacht.
Ein Rätsel weniger. Ein bisschen Seelenfrieden mehr.
🌀 Endspurt nach Marktbreit – Strömung im Zickzack
Die letzten sieben Kilometer hatten es in sich. Die Strömung war unruhig, unberechenbar und zwang mich ständig zu Kurskorrekturen. Mal drückte sie mich gnadenlos ans Ufer, mal schob sie mich wieder in die Mitte.
Trotzdem lief es überraschend schnell: Ich hielt heute eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 3 km/h – ein starkes Zeichen in dieser Expeditionsphase.
Gegen 17:00 Uhr erreichten wir erschöpft, aber zufrieden Marktbreit.
📊 Die harten Fakten von Tag 12
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🌡️ Wassertemperatur: 18°C
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🌤️ Wetter: Morgens wolkig, nachmittags fast nur Sonne
❤️ Danke an alle, die diesen Tag möglich gemacht haben
Ein riesiges Dankeschön an
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Franken‑TV für den Besuch,
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Nico für den spontanen Mechaniker‑Einsatz,
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und die gesamte Crew, die mich auffängt, wenn der Kopf mal streiken will.
Morgen geht’s weiter. Euer Matjes
🏊♂️ Tag 11: Von KM 332 bis Volkach (KM 305)
🚧 Schleusen‑Glück • 🌊 Wellen‑Krimi • ☀️ Sonnenstrahlen
📅 Datum: 14. Juni 2026 ⏱️ Start: 08:00 Uhr (Fluss‑KM 332) 🎯 Ziel: 18:00 Uhr (Volkach Bootsschleuse, Fluss‑KM 305) 📏 Tagesdistanz: 27 Kilometer 🌡️ Wassertemperatur: 18°C
🌅 Müder Start – aber voller Hoffnung
Nach dem harten und kräftezehrenden Kampf gegen die Wellen am gestrigen Tag startete ich heute Morgen zwar sehr müde, aber voller guter Hoffnung in den elften Tag meiner Main‑Schwimm‑Tour. Und was soll ich sagen? Der Fluss hatte heute einiges an Action, aber am Ende auch jede Menge Belohnung für uns parat!
🔄 Perfekter Start & Crew‑Wechsel im fliegenden Übergang
Zum allerersten Mal auf dieser Tour schafften wir es absolut pünktlich: Um exakt 8:00 Uhr setzten wir ins Wasser ein. Nur 15 Minuten später erreichten wir die erste Sportbootschleuse – oben, offen, durchfahren ohne Wartezeit. Traumstart!
Während des Schleusens gab es die geplante Rotation in unserer PKW‑Bodencrew:
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👋 Danke an Philip für deinen Einsatz!
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👋 Willkommen an Thomas, der ab jetzt übernimmt!
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🙏 Und nochmals Danke an Kerstin, die uns gestern wegen eines Termins verlassen musste.
Der Wechsel lief absolut reibungslos.
🚓🌊 Adrenalin pur: Die Wasserschutzpolizei sorgt für Wellen
Bei bewölktem Himmel und leichtem Wind, aber fast spiegelglattem Wasser, ging es zügig voran – bis kurz vor Garstadt.
Dann kam sie: die Wasserschutzpolizei.
Sie fuhr zwar langsam, aber mit so großer Verdrängung, dass ihr Boot eine massive Heckwelle erzeugte. Für unser kleines Begleitboot wurde es schlagartig kritisch:
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🌊 Wellen so hoch, dass das Boot fast abgesoffen wäre!
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🛟 Sofortiges Anlegen in Hirschfeld
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🔄 Boot komplett umdrehen
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💧 30 Liter Wasser ablaufen lassen
Zum Glück blieb die Technik heil.
⚙️ Effiziente Schleusen & spontaner Batterie‑Wechsel
Weiter ging es zur Staustufe Garstadt. Dort mussten wir die Schleuse selbst befüllen – ging aber schnell und problemlos.
Kurz darauf die nächste Herausforderung:
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🔋 Die große Batterie des Elektromotors war leer.
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🔌 Zum Glück hatten wir eine kleine Backup‑Batterie an Bord.
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⏱️ Wechsel in wenigen Minuten erledigt.
Weiter ging’s ohne große Unterbrechung.
🌤️ Das Fazit des Tages: Volkach ist erreicht!
Die letzten Kilometer liefen wie am Schnürchen. Am Nachmittag schenkte uns das Wetter sogar ein paar wärmende Sonnenstrahlen – nach den letzten Tagen ein Geschenk.
Nach 10 Stunden im 18°C kühlen Wasser und 27 Kilometern haben wir um 18:00 Uhr glücklich an der Bootsschleuse in Volkach festgemacht.
💛 Dankbarkeit & Ausblick
Jetzt heißt es:
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🧘♂️ Muskeln lockern
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🍝 Speicher auffüllen
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💪 Kraft tanken für die nächste Etappe
Ein riesiges Danke an meine fantastische Crew – auf dem Wasser und an Land. Ihr seid spitze!
Euer Matjes