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🌪️ Tag 9: Gefühlschaos, Schutzengel im Dauereinsatz und ein neuer Plan

 

💥 Eigentlich sollte Tag 9 ein ganz normaler Meilenstein auf dem Weg nach Aschaffenburg werden.

Stattdessen wurde es der bisher emotionalste, härteste und am Ende erleichterndste Tag des gesamten Projekts. Ein Tag, der nicht im Wasser stattfand, sondern an Land – und der mich psychisch an meine absoluten Grenzen gebracht hat.

 

🧱 Wenn alles auf einmal wegbricht

Nachdem gestern der Bootsmotor den Geist aufgegeben hatte, startete der Morgen nach einer unruhigen Nacht mit der nächsten Hiobsbotschaft: Der Verdacht auf eine kaputte Zylinderkopfdichtung an unserem Auto. Nach ohnehin schon extrem teuren Reparaturen in der letzten Zeit ein absoluter Schock. Die Existenzangst und die Frage, wie es mit dem Wohnwagen weitergehen soll, haben mich komplett erdrückt. Ich war an einem Punkt, an dem ich alles hinschmeißen und abbrechen wollte. Die Überforderung war so riesig, dass sie mich im Supermarkt sogar in eine heftige dissoziative Störung gedrückt hat.

 

🛟 Die beste Crew der Welt

Aber dieses Projekt heißt nicht umsonst „470 Kilometer für innere Stärke“ – und diese Stärke kam heute vor allem von den Menschen um mich herum. Meine Crew hat nicht nur die Nerven behalten, sondern einfach gemacht:

  • Daniela, Nico und Kerstin haben unermüdlich nach Lösungen gesucht. Nico und Kerstin haben ohne mein Wissen sofort einen Ersatzmotor organisiert und bezahlt – eine Geste, die mich sprachlos macht.

  • Mein Freund Thomas klärte sofort ab, dass er im Notfall mit seinem Auto den Wohnwagen ziehen darf.

  • Nico und Philip (der ab morgen das Begleitfahrzeug übernimmt) haben den alten Motor am Main getestet – und er läuft zumindest in den unteren Gängen wieder!

 

Das doppelte Wunder am Nachmittag

Als der ADAC-Techniker kam, fiel der nächste, riesige Stein von meinem Herzen: Es ist nicht die Zylinderkopfdichtung! Es war nur eine falsch eingebaute Dichtung zum Abgaskühler des Turbos. Der Motor bekommt wieder Luft, und eine Werkstatt in der Nähe kümmert sich direkt am Montag darum.

Nach all den Tränen, der Panik und dem emotionalen Auf und Ab kam am Abend beim Grillen endlich die Ruhe zurück. Mein persönlicher Stresstest hat es bestätigt: Der extreme Druck ist weg, der Fokus ist wieder da. Ich habe mich nicht betäubt, sondern mit Wasser, guten Gesprächen und viel Rückhalt durchgebissen.

 

🎯 Neuer Plan: Würzburg und Aschaffenburg im Blick

Ja, das Ganze wirft den Zeitplan um. Ich werde Würzburg voraussichtlich fünf Tage später erreichen als geplant, und das finale Ziel Mainz ist logistisch nicht mehr machbar. Aber das ist völlig okay. Das neue Ziel heißt ganz klar: Aschaffenburg bis zum 25. Juni erreichen!

Morgen geht es endlich wieder ab ins Wasser. Geplant sind 18 Kilometer – und wenn es am Ende 16 werden, ist es auch ein Sieg. Hauptsache wieder schwimmen, hauptsache weiter.

 

❤️ Danke an meine Crew, meine Freunde und alle, die an mich glauben.

Ohne euch stünde ich jetzt nicht hier.

Euer Matjes