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🥀 Tag 8: Wenn Pläne zerbrechen – Frust, Tränen und ein Hoffnungsschimmer

 

😔 Manchmal legt dir das Leben eine ganze Felswand in den Weg

Manchmal legt dir das Leben nicht nur einen Stein in den Weg, sondern wirft eine ganze Felswand vor dich hin. Der gestrige Tag hat mich extrem mitgenommen, und die letzte Nacht war ich einfach nur völlig fertig. Doch Aufgeben ist keine Option – also hieß es heute erst einmal: Crew sammeln, durchatmen, neu strukturieren.

 

🏊‍♂️ Der Versuch, den Frust wegzuschwimmen

Nach den mentalen und physischen Strapazen stand heute Morgen fest: Wir erzwingen heute nichts. Spontan gab ich meiner Crew Bescheid, dass ich erst um 8:00 Uhr aufstehen und wir in Ruhe gemeinsam frühstücken würden. Wir mussten das Projekt erst einmal neu planen.

Da mein eigenes Auto derzeit kaputt ist, fuhren wir mit dem Wagen von Kerstin – einer wunderbaren Freundin aus Weilheim in Oberbayern, die extra hier ist, um mich zu unterstützen. (Vielen, vielen lieben Dank, Kerstin! Du hast mir heute unglaublich viel Kraft gegeben).

Gegen kurz vor elf kamen wir los, und um kurz nach 12:00 Uhr stand ich endlich im Wasser. Pünktlich zum Start zog ein Unwetter mit Hagel auf, das uns aber glücklicherweise nur wenige Minuten forderte. Mein Ziel für den heutigen Tag war ganz bewusst: gar kein Ziel zu haben. Ich wollte keine Kilometer jagen, sondern mir einfach nur den Frust der letzten Tage von der Seele schwimmen und zur Ruhe kommen. Egal wie weit die Strömung mich heute tragen würde – ich wäre damit zufrieden gewesen.

 

Der nächste Tiefschlag: Technik-Kollaps nach 1000 Metern

Doch der Main hatte heute andere Pläne. Nach gerade einmal einer halben Stunde und knapp 1000 geschwommenen Metern wurde auch dieser minimalistische Plan jäh zerstört: Der Elektromotor unseres Begleitbootes gab plötzlich den Geist auf. Nichts ging mehr. Also hieß es wieder: raus aus dem Wasser, alles kontrollieren – aber wir konnten den Fehler nicht beheben.

In diesem Moment brach alles über mir zusammen. Wieder ein Abbruch. Ich musste meine ganze Wut, die Enttäuschung und den unendlichen Frust erst einmal lautstark am Ufer herausschreien. Danach liefen nur noch die Tränen. Es fühlte sich so unfair an, wie viele Steine mir bei diesem Projekt gerade nacheinander in den Weg gelegt werden.

Kerstin sammelte uns am Ufer ein, und wir flüchteten in die Main-Lounge nach Untertheres. Bei einer bitter nötigen Pause glühten die Smartphones: Wo bekommen wir jetzt auf die Schnelle einen Ersatzmotor her? Neu, gebraucht? Da es bereits nach 13:00 Uhr war, lieferte kein Expressdienst mehr bis zum nächsten Tag. Auch der Versuch, bei einem Bootshändler in Schweinfurt Hilfe zu finden, brachte keinen Erfolg. Enttäuscht traten wir den Rückweg zum Main-Spessart Camping nach Lengfurt an.

 

🤖 KI-Unterstützung und eine zweckentfremdete Heizung

Auf dem Campingplatz angekommen, weigerte ich mich, das Schicksal einfach so hinzunehmen. Mit technologischer Unterstützung einer KI analysierte ich die Symptome des Motors. Nachdem wir die Batterie als Fehlerquelle bereits ausschließen konnten, deutete alles auf einen massiven Wasserschaden hin. Und tatsächlich: Dank der gezielten Diagnosehinweise konnte ich einen Teil des Fehlers isolieren – und der Motor lief plötzlich wieder an!

Ganz ausgestanden ist es allerdings noch nicht. Die Fehleranzeige leuchtet weiterhin, was stark für einen Kriechstromfehler durch Restfeuchtigkeit spricht. Die Konsequenz: Der Motor wurde kurzerhand in den Wohnwagen verfrachtet, wo nun die Heizung auf Hochtouren läuft, um die Elektronik komplett durchzutrocknen. Für 24 Stunden darf er absolut nicht eingeschaltet werden, damit die Platine nicht durchbrennt. Der skurrile Nebeneffekt des Tages: Durch die Bastelaktion konnte ich endlich die Heizung im Wohnwagen reparieren!

 

🌤️ Fazit: Wer weiß, wofür es gut war...

Wieder liegt ein unheimlich anstrengender Tag mit extrem viel Frust hinter uns. Aber am Ende bleibt die Frage: Wer weiß, wofür das alles gut war oder ist? Der morgige Tag gehört nun ganz offiziell meinem kaputten Auto. Da der Motor des Bootes ohnehin 24 Stunden trocknen muss, kann ich mich jetzt zumindest in aller Ruhe um den Wagen kümmern, ohne sofort wieder in Stress zu verfallen oder mich wegen irgendwelcher Termine selbst unter Druck zu setzen. Wir nehmen das Tempo kurz raus, um Kraft für den Rest des Weges zu sammeln.

 

❤️ Ein riesiges Dankeschön an meine Unterstützer!

Ein ganz großes Dankeschön geht an Daniela und Nico, die im Hintergrund wirklich alles Menschenmögliche versucht haben, um uns zu helfen und zu recherchieren. Und der größte, liebevollste Dank geht an meine Frau Anja Alt, die mich aus der Ferne am Telefon ganz fest gehalten und unendlich getröstet hat. Ohne euch alle wäre dieses Projekt nicht machbar!